Die Geschichte unserer Schule

Da das Führen von Schulchroniken wohl erst 1883 durch entsprechende Richtlinien verpflichtend wurde, fehlen für die früheren Zeiträume häufig genaue Angabe, wann erstmals in den Ortschaften Unterricht veranstaltet wurde. Das gilt auch für die Ortschaft Hunteburg, die bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform 1972 eine eigenständige Gemeinde war. Seitdem gehört Hunteburg zur Gemeinde Bohmte.

1492 erfolgte die Erhebung Hunteburgs nach der Abtrennung von Ostercappeln zur eigenen Pfarrei. Es ist anzunehmen, dass dann auch die Kinder vom Pfarrer oder Küster zumindest in den Grundaussagen der christlichen Religion unterwiesen wurden, eventuell auch im Lesen und Schreiben. 

1533 verlangte die Osnabrücker Synode von den Küstern, dass sie eine ausreichende Gewandtheit im Buchstabieren und Lesen besaßen. Häufig übte nämlich ein Küster zugleich das Amt eines Lehrers aus. Die ersten Schulen auf dem Lande wurden deshalb Pfarr- oder Küsterschulen genannt.

Gegen Ende seiner Inspektionsreise durch das Bistum Osnabrück besuchte der Generalvikar Albert Lucenius 1625 auch die Ortschaft Hunteburg. Er erwähnt in seinem Bericht, dass den Kindern in Hunteburg Unterricht erteilt wird. Das ist der älteste Hinweis auf  das Vorhandensein eines Lehrers in Hunteburg, gleichzeitig Küster.

Zur damaligen Gemeinde Hunteburg gehörten die Ortschaften Meyerhöfen, Schwege und Welplage. In diesen Ortschaften entwickelte sich auch ein unterschiedliches und eigenständiges Schulwesen. Verschiedene Schulreformen, besonders die Einführung des 9. Schuljahres, aber auch die Rückläufigkeit der Geburtenziffern etwa in der Ortschaft Schwege, führten zu einer schrittweise Zusammenlegung und Konzentration des Schulwesen in Welplage.

Die Zusammenlegung aller Schulen in diese Ortschaft wurde - zunächst noch zwei konfessionellen Schulen - 1970/1971 mit der Schließung und Abschulung der Schülerinnen und Schüler aus Meyerhöfen und Schwege abgeschlossen.

 

 

1972 wurden die beiden konfessionellen Hauptschulen zur Schule für Schüler aller Bekenntnisse. Vier Jahre später geschah dann die Zusammenlegung der beiden konfessionellen Grundschulen.

Eine Orientierungsstufe wurde zum 1. August 1990 eingerichtet. Diese Schulform gibt es seit 2004 in Niedersachsen nicht mehr. Die Eltern und Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler entscheiden nun wieder nach dem vierten Schuljahrgang über die weitere schulische Laufbahn ihrer Kinder.

Hier an der Wilhelm–Busch–Schule werden seitdem nur noch die Kinder der Grundschule und die der Hauptschule unterrichtet. 
Im Schuljahr X besuchen 176 Kinder die zweizügige Grundschule und 79 die einzügige Hauptschule.
Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft  beträgt gemessen an der Gesamtzahl 21%. In der Grundschule sind es 22% und in der Hauptschule 20%. 
Das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen liegt in beiden Schulformen bei 46% Mädchen und 54% Jungen. 

Das Angebot der Offenen Ganztagsschule wurde auf Antrag der Gesamtkonferenz und des Schulträgers zum 1. August 2005 vom Kultusministerium genehmigt, allerdings ohne zunächst weitere Lehrerstunden zur Verfügung zu stellen. Erst seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 werden der Schule 15 Lehrerstunden zuerkannt, fünf davon haben wir budgetiert, das heißt, wir bekommen Geld zur Verfügung, von dem wir externe Dozenten auf Honorarbasis bezahlen.

Durch verschiedene An- und Umbaumaßnahmen sowie durch Erneuerung bzw. Neuanschaffung von Fachräumen bzw. Fachraumeinrichtungen und dem Bau einer neuen, dreiteiligen Sporthalle verfügt die Schule über genügend Unterrichts- und Fachunterrichtsräume. Eine weitere Ergänzung bzw. Komplettierung erfolgte im Zusammenhang mit der Offenen Ganztagsschule. So verfügt die Schule über...

...eine Lese-Schreibwerkstatt

... ein Internetkaffee

...eine neue Schulküche

...einen Textilraum

...einen modernen Biologieraum

... einen modernen Musikraum

... und eine Zweiradwerkstatt